Nachrichten vom PMG

Kreative Köpfchen beim Rechnen gefragt

 

Von Cynthia Gutschmann (Klasse 10/4)

 

Schmalkalden – Manchmal haben die Aufgaben der Mathe-Olympiade, die am Mittwoch am Philipp-Melanchthon-Gymnasium ausgetragen wurde, nicht direkt etwas mit Mathematik zu tun. Dann müssen die Schüler sich damit beschäftigen, wie viele Seitenlängen eine Ameise in einem Dreieck umläuft oder wann sie die hundertste Seitenlänge erreicht hat.

 

Manch ein Schüler fühlt sich bei den Aufgaben, die vom Verein Mathe-Olympiade erdacht werden, wohl wie die Ameise auf ihren nicht enden wollenden Umläufen auf dem Dreiecksgitter.

 

Für die meisten Mathe-Asse aber sind solche Aufgaben kein Problem. Mit viel Kreativität, guten Kenntnissen und vor allem eigenen Lösungsansätzen wagen sie sich an die schwierigen Aufgaben. Von der fünften bis zur zwölften Klasse galt es, Logik, Geometrie, Algorithmen und Wahrscheinlichkeitsrechnungen anzuwenden.

 

In der achten Klasse etwa mussten die Mädchen und Jungen die Gesamtpunktzahl einer fiktiven Teilnehmerin durch Quersummen und Mirpzahlen, das sind Primzahlen, die eine andere Primzahl ergeben, wenn man die Ziffern von rechts nach links liest (13, zum Beispiel), bestimmen.

 

Es war die 53. Mathematik-Olympiade – ein Projekt aus DDR-Zeiten, das 1961 startete und nach der Wiedervereinigung weitergeführt wurde.

Die Schüler mussten zunächst eine Hausarbeit im Fach Mathematik erledigen, um sich für Stufe 2 zu qualifizieren und damit den Lehrern helfen, Talente zu sichten.

 

Zur zweiten Stufe fanden sich die Schüler in den Kollegräumen des PMG zusammen, zwischen vier und sechs Stunden bemühten sie sich, die Aufgaben möglichst gut zu lösen und sich damit gegen die Konkurrenten der fünf anderen Gymnasien und der Jenaplan-Schule Suhlauf Schulamtsebene durchzusetzen.

 

Die Schüler mit den besten Punktzahlen qualifizieren sich ab Klasse 6 für die nächste Stufe, den thüringenweiten Vergleich. Dieser wird im Februar 2014 in Erfurt sein.

 

„Die besten Schüler gehen natürlich auf die Spezialgymnasien für Mathematik und Naturwissenschaften. Im Vergleich dazu haben wir als allgemeinbildendes Gymnasium theoretisch wenig Chancen.“, sagt Dieter Fräbel, Leiter der Fachschaft Mathematik am PMG. Und weiter: „Jedoch können wir in den vergangenen 18 Jahren auf gute bis sehr gute Ergebnisse zurückblicken. Man darf aber nicht vergessen, dass andere Schulen auch nachziehen.“

 

Bis heute stellte das Schmalkalder Gymnasium im Vergleich den Hauptteil der Teilnehmer der Thüringer Mathematik-Olympiade. Vier schafften es, sich für den deutschlandweiten Wettbewerb zu qualifizieren. Judit Recknagel aus Steinbach-Hallenberg erreichte 2008 sogar den dritten Platz beim Wettstreit der besten mitteleuropäischen  Rechenkünstler.

 

Erfolge, die das PMG hoffen lässt.

   
© Philipp-Melanchthon-Gymnasium